Kein Betrieb der Kunst-Eisanlage in der Saison 2025/2026

Veröffentlichungsdatum16.12.2025Lesedauer2 MinutenKategorienIm Blickpunkt
Eismaschine

Die Marktgemeinde Zirl informiert hiermit darüber, dass die Kunst-Eisanlage in der Saison 2025/2026 nicht in Betrieb genommen wird.

Hintergrund der Entscheidung

Der Aufbau des Eislaufplatzes – insbesondere der Austausch und die Montage der Eismatten – wurde im Rahmen einer offenen Vergabe ausgeschrieben. Der Zuschlag ging an den Bestbieter aus St. Pölten. Im Zuge der Umsetzung zeigte sich jedoch, dass das beauftragte Unternehmen die vertraglich vereinbarten Leistungen nicht fristgerecht und ordnungsgemäß erbringen konnte. Infolgedessen musste der Auftrag an eine zweite Fachfirma übertragen werden.

Durch diese Verzögerungen wäre eine Installation der Eismattenflächen frühestens ab Mitte Dezember 2025 möglich gewesen. Die Montage ist jedoch stark witterungsabhängig, da die Eismatten direkt auf den Sandtennisplätzen der Sportanlage Zirl verlegt werden. Bereits in der Planungsphase wurde mit der ausführenden Fachfirma festgehalten, dass eine Montage ausschließlich bei ausreichend gefrorenem und tragfähigem Untergrund erfolgen kann.

Diese Voraussetzungen waren aufgrund der überdurchschnittlich milden Temperaturen sowie der anhaltend hohen Bodenfeuchtigkeit nicht gegeben. Auch die aktuellen Wetterprognosen lassen in den kommenden Wochen keine nachhaltige Verbesserung erwarten. Kurzfristig begehbare Zeitfenster wären fachlich nicht ausreichend gewesen, da sich die Flächen tagsüber regelmäßig wieder aufweichen und nicht dauerhaft belastbar sind.

Risiken und Konsequenzen

Eine Montage unter diesen Bedingungen hätte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu dauerhaften Schäden an den Tennisplätzen geführt. Fachlich konnte keine Garantie für eine schadensfreie Durchführung abgegeben werden. Zudem hätte die Marktgemeinde Zirl die volle Haftung für allfällige Schäden übernehmen müssen, was im Frühjahr eine umfassende Sanierung der Tennisanlagen erforderlich gemacht hätte. Dies hätte wiederum den ordnungsgemäßen Start des Tennisbetriebs in der kommenden Saison gefährdet.

Entscheidung

Nach sorgfältiger Abwägung aller technischen, wirtschaftlichen und sportlichen Aspekte wurde daher entschieden, die Montage der Eismattenflächen abzusagen und die Kunst-Eisproduktion für die Saison 2025/2026 nicht durchzuführen. Ziel dieser Entscheidung ist es, einen doppelten Schaden – sowohl finanziell als auch sportlich – für die Gemeinde und die betroffenen Vereine zu vermeiden.

Ausblick

Die Marktgemeinde Zirl ist sich der Tragweite dieser Entscheidung bewusst. Der Eislaufplatz stellt für viele Kinder, Jugendliche, Familien, Schulen und Vereine einen wichtigen Bestandteil des Winters und des gemeinschaftlichen Lebens in Zirl dar. Ebenso bringt diese Situation für die Eissportvereine organisatorische und finanzielle Herausforderungen mit sich.

Die Gemeinde steht bereits in engem Austausch mit den betroffenen Vereinen, um mögliche Unterstützungsmaßnahmen zu prüfen. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Saison bestmöglich abzufedern und gleichzeitig die Grundlage für einen verlässlichen und nachhaltigen Betrieb der Kunst-Eisanlage in den kommenden Jahren zu sichern.

Die Marktgemeinde Zirl bedankt sich bei der Bevölkerung für das Verständnis und wird weiterhin transparent über die nächsten Schritte informieren.